Moritz Scharf, Komponist und Nutzer eines Knochenleitungsimplantats, jetzt auf Spotify streamen!

Für den Komponisten und Musiker Moritz Scharf ist neben seinen Synthesizern die BONEBRIDGE das wichtigste Instrument im Tonstudio. Seit Neuestem sind seine Kompositionen auch auf Spotify zu hören!

Elektronische Musik ist ein weites Feld, zu dem bekannte Namen wie Jean-Michel Jarre, Mike Oldfield, Vangelis, Pink Floyd oder Emerson, Lake & Palmer (ELP) ebenso gehören wie aktuelle Künstler: zum Beispiel HVOB, Sentic Cycle, The Beuyce oder eben Moritz Scharf. Das Besondere daran: Moritz Scharf komponiert und spielt nicht nur elektronische Musik, er hört sie auch auf einer Seite elektronisch unterstützt – durch sein BONEBRIDGE Knochenleitungsimplantat.

„Ich habe jahrelang Musik nur mono gemacht, mit nur einem Ohr hörend.“ In Folge einer übergangenen Mittelohrentzündung und einer Radikaloperation musste Moritz Scharf am linken Ohr aber gravierende Höreinbußen hinnehmen. „Das Stereopanorama gewann damals beim Produzieren für mich besonders an Gewicht, weil ich wollte, dass es für Stereohörende angenehm und spannend klingt.“ Scharf musste das funktionsfähige Ohr jeweils gezielt zum linken und rechten Lautsprecher drehen, um auch mit nur einem Ohr ein ausgewogenes Stereopanorama zu designen.

Das neue Stereo hören: „ein rundes Bild!“

„Mit der BONEBRIDGE habe ich die Chance bekommen, mein zweites Ohr endlich wieder zu nutzen. Mein Zugang zur Musik hat sich dadurch stark verändert.“ Das war Mitte 2019. Seither hat sich für ihn vieles verbessert: Privat, weil er sich an Gesprächen auch in größerer Runde wieder aktiv beteiligen kann, und geschäftlich im Gespräch mit dem Kunden: „um in Kontakt zu treten und bei Treffen die entsprechende Aufmerksamkeit halten zu können, ohne müde zu werden.“ Besonders vom aktuellen Prozessor ist der SAMBA 2-Nutzer begeistert: „Viele klangliche Details der Instrumente sind jetzt hörbar. Das steigert meine Skills, die „Fähigkeiten“ beim Mischen.“

„Die Fähigkeiten des Implantats und des Prozessors sind in erster Linie für Sprachverständnis ausgelegt“, erzählt der Musikprofi, dass Musik mit dem Implantat für ihn anfangs ungewohnt klang. „Mit der Zeit gewöhnt man sich an den Prozessor“, ermutigt er, konsequent und geduldig immer wieder die Feineinstellung des Audioprozessors nachjustieren zu lassen, sich täglich aktiv mit dem neuen Höreindruck auseinanderzusetzen und auch viel Musik zu hören. „Das Hirn lernt, es wird ein rundes Bild!“

Der Erfolg gibt ihm Recht: „Beim Musizieren ist mein Gehör unersetzlich. Man kann sich Gedanken machen über Sounddesign und wie etwas klingen soll. Aber in dem Moment, wenn man den Sound gestaltet, sei es am Synthesizer, am Klavier, der Gitarre oder am Computer, geht einfach nichts ohne Gehör.“

Ein echter „Moritz Scharf“ – auf Spotify

Nachdem er in der Kindheit klassischen Musikunterricht auf Blockflöte, Klavier und E-Bass hatte, ließ der in Karlsruhe geborene Komponist das aktive Musizieren ab der Pubertät sein. Erst in seiner Ausbildung am New Design Center im Wahlfach Sounddesign beschäftigte er sich erstmals aktiv mit der Erzeugung elektronischer Klänge: „Der Spaß am Synthesizer ist für mich die Klangformung selbst, das Sounddesign – all die feinen, kleinen Nuancen, die das emotionale Abbild der Idee zu einem Track widerspiegeln.“

„Zwischen zeitgemäßer Klangstruktur einerseits und andererseits Melodie und Rhythmus“ hat Scharf seinen eigenen Klang gefunden, den er weder mit anderen Komponisten vergleichen noch an einen Musikstil binden möchte. Neben verschiedenen Soundtracks für seinen Arbeitsbereich im Marketing hat der Wiener mittlerweile auch zahlreiche Kompositionen eigenständiger elektronischer Musik geschaffen: „Wenn ich eine neue Komposition anfange, überlege ich mir erst, auf welche Reise ich den Hörer mitnehmen möchte. Dann versuche ich Klänge zu finden, die dem entsprechen und diese Klänge auf dem Instrument meiner Wahl aufzunehmen.“

Die verschiedensten Aufnahmen arrangiert und mischt der Künstler schließlich. „Dann ist die Nummer fertig und sie können sich die anhören.“ Das geht über verschiedene Streaming-Dienste. Seit heuer geht das auch kostenfrei auf Spotify oder über den werbefreien Abodienst Spotify Premium: bis dato das 2012 aufgenommene Album „Z“, weitere Aufnahmen folgen im Laufe der kommenden Monate. So wird nun auch „BONEBRIDGE-Musik“ einem breiten, internationalen Publikum zugänglich, denn wie der Musiker erklärt: „Die BONEBRIDGE ist in meiner Produktionskette eines der wichtigsten Instrumente und mit Sicherheit das wertvollste Studioequipment, das ich besitze.“

Mehr zur Hörgeschichte von Moritz Scharf auch in der gehört.gelesen 3.2020.

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