Am 13. März 2019 fand im Haus der Musik die Veranstaltung Durch das Ohr zum Herzen – Von der Macht der Musik und der Bedeutung guten Hörens im Rahmen der MED-EL Initiative HÖREN BEWEGT statt. CIA wurde eingeladen, mit dabei zu sein.

Johann Horak, CIA Vereinsgründer, Obmann

Wir konnten einen Infostand aufbauen, der von allen Gästen und Besuchern des Events frequentiert wurde. Schon früh morgens am Vortag begannen die umfangreichen Aufbauarbeiten. Geschäftiges Hin und her eilen, alles an den richtigen Platz bringen, Kabel verlegen und alles sichern und verdecken. Und zu guter Letzt dann alle Installationen auf die Funktionalität überprüfen.

Angekündigt am Tag selbst waren neun Schulklassen, die vormittags mit ihren Lehrern und betreut von MED-EL Technikern durch die Installationen und den Museumsbetrieb begleitet wurden. Die Schüler besuchten sämtliche Stockwerke des Hauses, lernten die bekanntesten österreichischen Komponisten kennen, erkundeten die Klangwelt Sonosphere und erfuhren viel über das menschliche Gehör, die unterschiedlichen Arten von Hörverlust und über die jeweils dazu passende technische Hörhilfe. Das Institut für Schallforschung, das ebenfalls mit einigen Stationen vertreten war, bot Informatives und Interaktives zum Thema Lärmprävention, akustisches Gedächtnis etc. Ein Vortrag über die große Bedeutung von Musik in verschiedenen Alltagssituationen rundete das Programm für die Jugendlichen ab.

Die Besucher der HÖREN BEWEGT Veranstaltung kamen aus aller Herren Länder.

Viele Schüler hatten auch an unserem Stand Interesse und fragten sehr intensiv nach. Sie erzählten, dass sie in der Schulklasse auch CI-Nutzer hätten und dass diese nicht mehr Probleme hätten als sie als Hörende und sie sich super verstehen würden. Manchmal, wenn sie doch einmal Schwierigkeiten mit dem Verständnis hätten, würden alle zusammenhelfen und gemeinsam versuchen, das Problem zu lösen.

Auch über mein CI und den Grund meiner Ertaubung wollten sie mehr wissen. Ein Mädchen sagte dann zu mir, sie kann sich gar nicht vorstellen taub zu sein, was denn dann geschehen würde.

Ab frühen Nachmittag wurden dann die Pforten für den offiziellen Publikumstag geöffnet.

Neben den bereits erwähnten Stationen wurde speziell für diese Besucher ein buntes Vortragsprogramm angeboten. Durch den Nachmittag führte Publikumsliebling Peter Rapp, dem ebenfalls zwischen den Vorträgen einiges einfallen war zum Thema Musik und Hören. Passend zum Anlass dieses Publikumstages gab es wirklich interessante Beiträge von Univ. Prof. Dr. Wolf-Dieter Baumgartner aus dem Wiener AKH, Univ.-Prof. Dr. Patrick G. Zorowka aus der Universitätsklinik Innsbruck, Priv. Doz. Dr. Bernhard Laback aus dem Institut für Schallforschung Wien, Haus der Musik-Musikvermittlerin Mag. Elisabeth Bauer sowie MED-EL Techniker Michael Kalcher.

Gute Unterhaltung bot das Museum auch für die Kleinsten.

Viele CI Nutzer ließen sich diese Veranstaltung nicht entgehen, neben Neuerungen und diverser Verbesserungen war der rege Austausch mit dem Fachpersonal doch wichtig für sie.

Zur Abendveranstaltung waren zahlreiche Experten geladen, die Eröffnung leitete Pianist Herbert Otahal mit einer bewegenden Variation von Johann Sebastian Bach’s Air ein. Die einleitende Festrede hielt Schauspieler Serge Falck, der sich vieles zu diesem speziellen Thema überlegt hatte. Eine Zusammenfassung dieses schönen Beitrags finden Sie ab Seite 70. Mit einem Round Table, bei dem einige CI-Träger etwas aus ihrem Leben erzählten – dazu gehörte auch ich, schloss der offizielle Teil. Mit anregenden Gesprächen im Rahmen eines kulinarischen Ausklangs mit Klavierbegleitung von Herbert Otahal und seinem Ensemble verging der Abend viel zu schnell. Langsam leerte sich das schöne Haus der Musik. Ein informativer Tag war zu Ende.

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