Der CIA-Tirol – Club Ohrwurm total relaxed im Wald

20. Juni 2026, 6100 Seefeld in Tirol

In Japan ist Shinrin Yoku, wie Waldbaden dort heißt, sogar auf Kankenkasse erhältlich. Wir haben es gemeinsam ausprobiert und können es sehr empfehlen! 

Gleich vorweg: Waldbaden ist weit mehr als ein „normaler“ Waldbesuch. Beim Waldbaden wird die nachweislich heilsame Wirkung des Waldes gezielt genutzt und mittels einfacher Übungen intensiviert.

Der japanische Begriff für Waldbaden ist Shinrin Yoku, was wörtlich übersetzt so viel wie „eintauchen in die Waldatmosphäre“ bedeutet. Die Ursprünge des Waldbadens gehen bis ins Mittelalter zurück, als die ätherischen Stoffe der Waldbäume zur Behandlung bestimmter Kranhkeiten eingesetzt wurden. Doch erst in den 1980er-Jahren wurde die Auswirkung des Waldbadens in Japan in Studien untersucht: Waldbaden wurde als effektive Therapie-Methode eingesstuft  und ist dort mittlerweile auf Krankenkasse möglich. Unzählige Faktoren der Waldatmosphäre wirken sich gesundheitsfördernd aus: Zum Beispiel die schadstofffreie Waldluft, die heilsamen Aromen durch das beruhigende Grün. Waldbaden führt zur Stressreduktion, wirkt sich positiv auf das Herzt-Kreislauf-System und auf einige psychische Erkrankungen aus, senkt den Cortisolspiegel, und steigert Lern- und Arbeitsleistung.

Die Mitglieder des CIA-Tirol – Club Ohrwurm haben das Waldbaden gemeinsam ausprobiert: Wir konnten den Geruch von Fichten und Tannen sehr deutlich wahrnehmen und haben durch das Berühren des einen oder anderen Baumes Freundschaft mit ihnen geschlossen. Unter der behutsamen Anleitung von Naturcoach Verena Hiltpolt schafften all die Komponenten in Summe eine ideale Umgebung, um uns von der wohltuenden Wirkung des Waldes zu überzeugen.

Wir waren in zwei Gruppen unterwegs, die einander abwechselnden: Während eine Gruppe ins Waldbad eintauchte, besuchte die andere Gruppe die nahegelegene Kneippanlage. Auch sie brachte eine wohltuende Abkühlung an dem heißen Frühsommertag, den wir uns für unser Experiment ausgesucht hatten. Abschließend stillten beide Gruppen gemeinsam ihren Hunger und Durst in einem nahegelegenen Gasthauses, wo wir unsere durchwegs positiven Eindrücke vom Shinrin Yoku teilten.

Wir sind überzeugt, dass das Eintauchen in die Waldatmosphäre uns allen sehr gut getan hat.