Stationäre Reha für Cochlea-Implantat-NutzerInnen: ein Erfahrungsbericht 

Ein Erfahrungsbericht zur CI-Reha Laßnitzhöhe: Sicher ist es in jeder Reha-Klinik etwas anders. Ich war als Patientin an der Privatklinik Laßnitzhöhe sehr zufrieden!“, resümiert Christine Wanzenböck. 

©Adobe Stock

CIA-Mitglied Christine Wanzenböck war im März 2026 vier Wochen auf der Laßnitzhöhe zur Hörrehabilitation nach Cochlea-Implantation und durchwegs zufrieden. „Ich kann über die LogopädInnen nur das Beste sagen!“, erzählt sie vom dichten Hörtraining bei der Therapie.  

Die Instrumente sind jene, die bei der Musiktherapie zum Einsatz kamen. ©Christine Wanzenböck

„Ich hatte zwei Mal pro Tag – Montag bis Freitag – 50 Minuten Einzellogopädie und vier Mal in der Woche 25 Minuten Musiktherapie. Das Sahnehäubchen nach einem anstrengenden Tag war aber zwei Mal in der Woche die Tiefenentspannung mit der Musiktherapeutin!“ Zusätzlich gab es noch Aktivitäten aus dem orthopädischen und neurologischen Reha-Angebot der Klinik. Insgesamt stehen jedem und jeder Reha-PatientIn 1000 Minuten Therapie pro Woche zur Verfügung. 

Viel Zeit für intensives Hörtraining

Zwei LogopädInnen kümmerten sich abwechselnd um die fünf CI-PatientInnen. Die unterschiedlichen Stimmlagen der TherapeutInnen waren für die Wienerin anfangs herausfordernd, aber auch gutes Training. „Man hat immer mehr davon, wenn man den TherapeutInnen viel Feedback gibt und sich aktiv in die Gestaltung der Übungen einbringt.“, rät sie anderen Reha-PatientInnen.  

Christine Wanzenböck hat zusätzlich regelmäßige Hörübungen mit AudioLog – ein Trainingsprogramm für den PC – und MELUDIA – ein online-Hörtraining für PC – durchgeführt: selbständig, am Zimmer. „Mit dem vorhandenen Equipment dort – Tablet, Lautsprechern, Kopfhörern, und so weiter – war das kein Problem. Ich habe auch immer mit Störlärm geübt: Das hat wirklich viel gebracht! Mit diesem Wissen kann ich nun auch zuhause besser weiter üben!“ 

Gleich in die Praxis umgesetzt 

Das Richtungshören, um dessen Training sich die MusiktherapeutInnen besonders bemüht haben, konnte sie dann bei Spaziergängen gut weiter üben. „Im umliegenden Wald zwitscherten im März natürlich sehr viele Vögel. Es machte mir große Freude, speziell die Spechte anhand ihres Klopfens zu lokalisieren.“ 

Das überdimensionale Ohr steht auf einem Spazierweg nahe der Reha-Klinik, ist aber von dieser unabhängig. Es soll auf die Wahrnehmung der Natur mit allen Sinnen hinweisen. ©Christine Wanzenböck

Das einzige Manko aus Sicht von Christine Wanzenböck: „Schade ist nur, dass von den TherapeutInnen noch keine Gruppenstunden angeboten werden, um den begleiteten Austausch unter CI-PatientInnen zu fördern.“ Aber wie die LogopädInnen den TeilnehmerInnen bestätigten, soll auch das in den nächsten Monaten im Rahmen der CI-Rehabilitation eingeführt werden.

So funktioniert der Antrag auf CI-Reha:  

Das Formular für einen Antrag auf Rehabilitation findet man beim österreichischen Reha-Kompass https://rehakompass.goeg.at/ oder bei der Sozialversicherung https://www.sozialversicherung.at/ unter „Leistungen“ – „Leistungen und Service von A bis Z“ – „Gesamtübersicht“ – „Rehabilitation“. Der Antrag wird vom behandelnden Arzt gemeinsam mit dem/der PatientIn beziehungsweise dessen/deren Eltern ausgefüllt.  

Wichtig sind die Angaben „Stationäre Rehabilitation“ im „Neurologischen Formenkreis“. Möchte man diese Reha in Österreich machen, können erwachsene CI-NutzerInnen als Wunschklinik gleich die „Privatklinik Laßnitzhöhe“ nennen, für Kinder und Jugendliche mit CI können die Eltern „Kokon Rohrbach-Berg“ als Wunschklinik eintragen. Als Diagnose ist „Cochlea-Implantation“ anzugeben.  

Der Antrag kann in jeder Dienststelle der Sozialversicherungsträger direkt, postalisch oder per Mail zur Weiterleitung an den zuständigen Sozialversicherungsträger abgegeben werden. 

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